FAQ

Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen rund um das Thema „Aufnahme einer Psychotherapie, Paartherapie oder Beratung“. Dieser Bereich wird entsprechend des Bedarfs der Besucher laufend erweitert. Schauen Sie sich um und melden Sie sich, wenn eine Frage offen geblieben ist.

Was ist Psychotherapie?

Psychotherapie ist eine professionelle Maßnahme, die Menschen bei der Bewältigung psychischer Störungen und Belastungen unterstützt.

Das Psychotherapeutengesetz  (http://www.gesetze-im-internet.de/psychthg/) fordert, dass der Therapeut dabei ein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren anwendet.

Vom gemeinsamen Bundesausschuss (https://www.g-ba.de) wurden bislang diese Verfahren anerkannt: Verhaltenstherapie, analytische Psychotherapie und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie.

Das bedeutet, dass für diese Therapieverfahren fundierte Wirksamkeitsnachweise bereits vorliegen und zudem eine Erstattung der Kosten durch Krankenkassen prinzipiell möglich ist.

Wenn Sie sich näher für die einzelnen Therapieverfahren interessieren, finden Sie zum Beispiel auch hier einen kurzen Überblick.

Zentrale Bausteine jeder Psychotherapie

Zwischen den anerkannten Therapieverfahren gibt es Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Jede Psychotherapie beginnt jedoch immer mit einer Diagnostik- und Klärungsphase. Mit Hilfe von Gesprächen und Testverfahren ordnet der Therapeut Ihre Problematik ein und hilft Ihnen, diese zuerst ganz genau zu verstehen. Über mögliche Behandlungsschritte klärt er Sie dann auf.

Dann können Sie selbst entscheiden, ob und welche Maßnahmen Sie durchführen wollen und welche lieber nicht.

Wirksamkeitsstudien belegen, dass ein Großteil der Therapieerfolge unabhängig von dem Therapieverfahren entsteht und auf der therapeutische Beziehung beruht. Die Gestaltung dieser Beziehung bilden also immer das „Herzstück“ jeder Psychotherapie. Die Chemie muss stimmen!

Unabhängig vom Therapieverfahren basiert die Psychotherapie auf Gesprächen. Je nach Therapieausrichtung kommen noch spezielle Techniken und Methoden hinzu. Ich biete Ihnen vor allem ein breites Spektrum moderner, verhaltenstherapeutischer Möglichkeiten an.

Ziel ist es, dass Sie sich wieder ausprobieren, bereits vorhandene Möglichkeiten entdecken, aber auch neue Strategien und Verhaltensweisen erkunden, so dass Sie schließlich wieder Einfluss auf Ihre Belastungssituation nehmen können.

Die Verhaltenstherapie ist darauf ausgerichtet, aktiv zu werden, viele eigene Erfahrungen zu machen und etwas zu verändern! Auf diesem Weg stehe ich Ihnen dann natürlich mit Rat und Tat beiseite.

Was ist der Unterschied zwischen Psychotherapie, Paartherapie und Beratung?

Allen meinen Unterstützungsangeboten lege ich meine verhaltenstherapeutische Ausbildung zugrunde.

Insofern unterscheiden sich diese Angebote von der Herangehensweise und dem Ablauf nicht wesentlich (zur näheren Information siehe hier).

Unterschiede

Inhaltliche Unterschiede ergeben sich dennoch aus den verschiedenen Kontexten, Zielen und Wünschen. So wünscht sich eine Person, die stark unter einer psychischen Erkrankung leidet, als erstes eine Entlastung und Reduktion der Symptome. Ein Paar in der Krise hat dagegen eher das Ziel, bestehende Konflikte und Spannungen zu reduzieren. Eine Person mit einem Beratungswunsch hat wahrscheinlich ein sehr konkretes und umgrenztes Ziel und wünscht sich z.B. Unterstützung in seiner beruflichen Fortentwicklung.

Dadurch ergeben sich dann natürlich auch unterschiedliche Themenschwerpunkte, Anforderungen und Methoden.

Ich biete Ihnen jeweils diejenigen Hilfestellungen, Methoden und Veränderungsschritte an, die am besten zu Ihrem Anliegen passen.

Da es dabei immer mehrere Möglichkeiten gibt, bringen Sie aber auch Ihre persönlichen Vorlieben und Wünsche ein. Am Ende entsteht bei jedem meiner Angebote immer ein ganz individuelles Unterstützungsangebot.

Hinweise zur Auswahl des richtigen Angebotes

Bei der Auswahl des richtigen Angebotes können Sie sich daher an Ihrer Ausgangslage und Ihren Zielen orientieren:

Haben Sie den Verdacht, dass bei Ihnen eine psychische Störung besteht, sollten wir das im Rahmen einer Psychotherapie abklären.

Sind Sie in erster Linie von andauernden Problemen und Konflikten in der Partnerschaft belastet, ist die Paartherapie die richtige Wahl.

Befinden Sie sich in einer schwierigen Lebensphase oder haben einfach Interesse daran, sich gezielt weiterzuentwickeln, dann wählen Sie eine psychologische Beratung.

Falls Sie dazu fragen haben, melden Sie sich einfach!

Woher weiß ich, dass ich eine Psychotherapie brauche?

Eine Psychotherapie ist oft notwendig, wenn Sie unter Beschwerden leiden, die primär seelische Ursachen haben, schon über mehrere Monate anhalten, Sie in Ihrer Lebensführung (z.B. Alltag, Beruf, Partnerschaft, Familie) deutlich einschränken und Sie bislang nur wenig Einfluss drauf nehmen konnten.

Belastungssituationen gehören zum Leben dazu und werden von seelischen Aufs und Abs begleitet. Die meisten davon bewältigen wir mit der Zeit aus eigener Kraft. Das Problem ist, dass Symptome einer psychischen Störung diesen vorübergehenden Reaktionen sehr ähneln können. Sie sind letztendlich „nur“ ausgeprägte Varianten unserer alltäglichen psychischen Reaktionen.

Zum Beispiel hat doch jeder mal Angst, ist sehr traurig oder hat Bauchschmerzen, obwohl es dafür keine körperliche Ursache gibt.

Unterstützungsbedarf

Ausschlaggebend für die diagnostische Einordnung sind Schwere, Dauer und Verlauf dieser Beschwerden. Zudem treten bestimmte Symptome im Rahmen einer psychischen Störung in einer charakteristischen Art und Weise auf.

Daher ist es sehr schwierig allein zu entscheiden, ob eine Psychotherapie bereits erforderlich ist. Daher rate ich Ihnen dringend von einer „Eigendiagnostik“ ab. Eine Diagnose und Behandlung kann nur persönlich mit einem Arzt/Therapeuten Ihres Vertrauens erfolgreich sein.

Daher kann ich Ihnen leider nichts an die Hand geben, dass Ihnen jetzt schon hilft, selbst zu entscheiden, ob Sie eine Psychotherapie wirklich benötigen.

Allerdings beginn eine Psychotherapie immer mit einer fachgerechten, diagnostischen Abklärung, über deren Ergebnisse Sie auch aufgeklärt werden. Auf dieser Basis können Sie dann selbst entscheiden, ob Sie die abschließenden Empfehlungen umsetzen dann wollen oder nicht.

Eine erste Orientierung

Für eine allererste Orientierung sind vielleicht diese „Fragen an sich selbst“ von Pointek (2009) dennoch hilfreich:

  • So kenne ich mich nicht! Ich fühle mich anders als sonst?
  • Beunruhigt mich diese Veränderung?
  • Gibt es eine Erklärung für diese Veränderung?
  • Reicht diese nicht aus, um Dauer und Heftigkeit der Beschwerden zu begründen?
  • Kann ich meine täglichen Aufgaben (z.B. Haushalt, Familie, Schule, Beruf etc.) nur noch mit Mühe verrichten?
  • Mache ich mir immer Sorgen und habe viel Angst?
  • Leide ich unter körperlichen Beschwerden?
  • Ist mein Schlaf gestört, schlafe ich zu viel oder zu wenig?
  • Fühle ich mich oft aggressiv, hasserfüllt, gereizt oder bin ich sehr intolerant?
  • Bin ich oft krankgeschrieben?
  • Habe ich Selbstmordgedanken?
  • Habe ich kaum noch Menschen, mit denen ich über meine Probleme sprechen kann?
  • Helfen Gespräche mit Freunden nicht mehr?
  • Fällt die Veränderung auch anderen deutlich auf?
  • Ist mir alles egal?
  • Ist das schon länger als drei Monate so?

Quelle: Piontek, R. (2009). Mut zur Veränderung. Methoden und Möglichkeiten der Psychotherapie. Bonn: Balance buch+medien verlag.

Wenn Sie mehrere Fragen mit „Ja“ beantworten müssen, dann sollten Sie eine fachgerechte, diagnostische Abklärung in Anspruch nehmen.

Wie finde ich den „richtigen“ Psychotherapeuten?

Grundsätzlich gibt es den „richtigen Therapeuten“ für Jeden nicht. Jedes Problem und jede Person ist anders. Es ist aber ratsam, vor der Aufnahme einer Therapie/Beratung ein paar generelle Fragen für sich zu klären. Dann können Sie besser entscheiden, was Sie eigentlich im Moment brauchen.

Qualitätsmerkmale

Die Bezeichnung „Psychotherapeut“ ist gesetzlich geschützt, um die Qualität der Behandlung zu sichern. Das Psychotherapeutengesetz legt fest, dass sich nur diejenigen „Psychotherapeut/in“ nennen dürfen, die eine Approbation besitzen. Dies ist die staatliche Erlaubnis, einen Heilberuf auszuüben.

Wenn Sie diese Berufsbezeichnung lesen, können Sie relativ sicher sein, dass der Behandler ausreichend qualifiziert ist. Allerdings sind ähnlich klingende Begriffe – etwa „Fachpsychotherapeut“ oder „Heilpraxis für Psychotherapie“ nicht geschützt. Also sollten Sie immer genauer hingucken und/oder dies im Zweifelsfall einfach im telefonischen Kontakt klären.

Therapiemethode

Die Auswahl der Therapiemethode kann sich an Ihrer Problematik und Zielsetzung orientieren. Für einige Störungsbilder werden bestimmte Therapieverfahren oder Behandlungsmethoden empfohlen. Einen kurzen Überblick finden Sie z.B. in diesem Artikel.

Allerdings liegen solche Empfehlungen nur für einen kleinen Teil psychischer Störungen vor. Im Bereich der Paartherapie und Beratung ist die Informationssuche noch schwieriger. Insofern gibt es keine einfache „Gebrauchsanweisung“, welche Methode Sie bei welchem Problem wählen sollten. Hinzukommt, dass persönliche Vorlieben auch eine große Rolle spielen, welche Methode sie dann subjektiv als passend erleben.

Also gilt auch hier, dass es nach einer ersten Orientierung wichtig und sinnvoll ist, eigene Erfahrungen zu machen und den ersten Kontakt aufzunehmen.

Individuelle Aspekte

Bei der Auswahl eines Therapeuten spielen auch persönliche Vorlieben eine Rolle – z.B. könnte Sie sich vorab Fragen, ob Sie sich wohler bei einem männlichen oder weiblichen Therapeuten fühlen. Auch die „persönliche Sympathie“ ist wichtig. Denn Wirksamkeitsstudien belegen, dass es der gelungene Aufbau einer tragfähigen Beziehung ist, der einen Großteil der Wirksamkeit einer jeden Psychotherapie erklärt. Also sollte die „Chemie“ auf jeden Fall stimmen. Auch hier müssen Sie eigene Erfahrungen machen.

Beispiele für weiterführende Informationsmöglichkeiten

Es gibt viele Möglichkeiten, sich noch weiter zu informieren. Hier einige Beispiele und Anregungen:

Piontek, R. (2009). Mut zur Veränderung. Methoden und Möglichkeiten der Psychotherapie. Bonn: Balance buch+medien verlag.

Aber auch die Berufsverbände der Psychotherapeuten, die Psychotherapeutenkammern oder auch die Serviceseiten der Krankenkassen stellten gute Anlaufstellen für weiteres Informationsmaterial dar.

Diese Broschüre der Psychotherapeutenkammer NRW bietet z.B. einen kurzen Überblick: Wege_zur_Psychotherapie_2010.

Therapeutensuche

Wenn Sie nun wissen, nach welcher Art der Unterstützung oder Therapie Sie ungefähr suchen, können Sie sich nun umschauen, welche Angebote es in Ihrer räumlichen Nähe konkret gibt. Auch dabei gibt es viele Möglichkeiten. Hier nur einige Beispiele und Anregungen:

Psychologenportal des BDP
Suchmaschine der Psychotherapeutenvereinigung
Suchmaschine der Psychotherapeutenkammer

Die kassenärztliche Vereinigung (0800 6224488, Patientenhotline) oder der Bund deutscher Psychologen (030 209166330, Telefonberatung) bieten z.B. auch einen telefonischen Informationsservice an.

Andere Berufsverbände für Psychotherapeuten (z.B. DGPT, DGV, DPTV) und auch manche Krankenkassen  bieten ebenfalls Therapeutenlisten und Patienteninformationen. Eine Internetrecherche lohnt sich da auch.

Fragen Sie auch mal im Bekannten- und Freundeskreis nach! Psychische Probleme sind gar nicht so selten. Vielleicht werden Sie überrascht, wie viele Ihrer Bekannten und Freunde schon einmal damit zutun gehabt haben.

Vielleicht ist jemand dabei, der auch schon mit einem ganz bestimmten Therapeuten gute Erfahrungen gemacht hat. Das wäre ein Anfang!

Wieviel kostet eine Psychotherapie?

Krankenkassen übernehmen Psychotherapien in der Regel, wenn eine psychische Störung vorliegt und ausreichende Erfolgsaussichten bestehen.

Da Sie das nicht selbst einschätzen können, übernehmen die Kassen immer die ersten zwei bis fünf Therapietermine (probatorische Sitzungen) unabhängig von den genannten Bedingungen.

Hinweise für gesetzlich Versicherte

Derzeit führe ich eine reine Privatpraxis und kann Ihre Behandlung im Regelfall nicht übernehmen.

Hier einige Beispiele für Datenbanken und Suchmaschinen, mit denen Sie u.a. gezielt nach Therapeuten mit Kassensitz suchen können:

Psychologenportal des BDP
Suchmaschine der Psychotherapeutenvereinigung
Suchmaschine der Psychotherapeutenkammer

Die kassenärztliche Vereinigung (0800 6224488, Patientenhotline) oder der Bund deutscher Psychologen (030 209166330, Telefonberatung) bieten z.B. auch einen telefonischen Informationsservice an.

Hinweise für Privatversicherte

Die gesetzlichen Kassen übernehmen die Kosten für eine Gesundheitsleistung immer direkt. Als Privatpatient sind Sie dagegen selbst der Vertragspartner des Therapeuten. Das bedeutet, dass Sie selbst die Rechnung erhalten und begleichen müssen. Diese können Sie aber dann bei Ihrer privaten Kasse einreichen. Im Regelfall erstattet diese die Kosten vollständig.

Bitte beachten Sie aber, dass einige wenige private Krankenkassen besondere Bestimmungen und Tarife haben, die die Übernahme der Kosten einer Psychotherapie einschränken. Dies ist zwar selten, aber kommt vor.

Sie müssen die Kosten jedoch immer in voller Höhe übernehmen, auch wenn Ihre Kasse diese nicht oder nur anteilig zurück erstattet. Daher empfehle ich Ihnen, Ihren Leistungsumfang im Bereich Psychotherapie vorsichtshalber im Vorfeld mit Ihrer Kasse abzuklären. Dafür genügt ein Anruf bei Ihrer Kasse mit der Frage, ob und in welchem Umfang die Kosten durch Ihren Tarif abgedeckt sind.

Hinweise zur Beihilfe

Die Beihilfe ist eine ergänzende Hilfeleistung und beteiligt sich an Gesundheitskosten. Sie übernimmt in der Regel jedoch nur einen Teil (50-80%), so dass Sie eine ergänzende Versicherung benötigen.

Auch psychotherapeutische Leistungen übernimmt die Beihilfe in der Regel anteilig, wenn eine entsprechende Notwendigkeit besteht. Die übrigen Kosten übernimmt dann die ergänzende Krankenkasse.

Wenn eine private Krankenversicherung als Ergänzung besteht – was in der Regel der Fall ist – kann ich Ihre Behandlung übernehmen. Vorsichtshalber sollten Sie dann auch im Vorfeld die Kostenübernahme mit Ihrer Beihilfe und Krankenkasse kurz telefonisch abklären.

Wenn Sie eine gesetzliche Kasse als Ergänzung gewählt haben, kann ich Ihre Behandlung derzeit noch nicht übernehmen.

Falls Sie weitere Fragen dazu haben, können Sie sich gerne an mich wenden.

Wieviel kostet eine Paartherapie oder Beratung?

Das Gesundheitssystems übernimmt die Kosten für Paartherapien und psychologische Beratungen leider nicht. Denn es ist darauf ausgelegt, die „Heilung und Behandlung von Erkrankungen“ sicherzustellen.

Daher müssen Sie die Kosten für diese Angebote selber tragen. Die Kosten orientieren sich an der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP). Der Preis für eine Sitzung von 50 Minuten beträgt danach 100,55 Euro.

Hier finden Sie einen Auszug aus dieser Gebührenordnung. Die Gesamtkosten hängen dann von der Anzahl der benötigten Stunden insgesamt ab.

Behandeln Sie auch gesetzlich Versicherte?

Derzeit führe ich eine reine Privatpraxis. Das bedeutet, dass ich die Behandlung von gesetzlich Versicherten in der Regel nicht übernehmen kann.

Hintergrund

Für die Abrechnung mit den gesetzlichen Kassen ist ein „Kassensitz“ erforderlich. Die Voraussetzungen dafür – die stattliche Zulassung zur Berufsausübung sowie den Eintrag in das Arztregister –  erfülle ich.

Die Anzahl der Kassensitze ist jedoch pro Region stark limitiert.

In Neuss werden derzeit keine neuen Kassensitze mehr zugeteilt. Erst wenn ein bereits bestehender Kassensitz frei wird, kann man sich um diesen bewerben. Dabei muss man auch ein bisschen Glück haben …

Ich bemühe mich darum, mein Angebot schnellst möglich auch auf alle Versicherungsarten auszuweiten. Drücken Sie mir die Daumen!

Kostenerstattungsverfahren

Es gibt allerdings vorab bereits eine Möglichkeit, wie Sie als gesetzlich Versicherter dennoch Leistungen einer Privatpraxis in Anspruch nehmen können – und zwar mit Hilfe des „Kostenerstattungsverfahrens“.

Wenn Sie nachweisen können, dass Sie bei keinem der in Ihrer Nähe praktizierenden Psychotherapeuten innerhalb eines zumutbaren Zeitraumes einen Platz erhalten haben, aber eine Psychotherapie notwendig ist, dann muss Ihre Kasse auch die Kosten einer privaten Psychotherapie übernehmen.

Daher ist es ratsam, sich Absagen oder lange Wartezeiten von den Praxen mit Kassenzulassung schriftlich bestätigen zu lassen.

Weitere Informationen dazu finden sie hier.

Haben Sie also schon mehrere Absagen erhalten oder nur lange Wartezeiten genannt bekommen, können Sie sich gerne bei mir melden.

Wir können dann versuchen, die Kostenerstattung bei Ihrer Kasse zu beantragen. Dafür ist es wichtig, dass Sie gut dokumentiert haben, wann und bei welcher Praxis Sie sich gemeldet und eine Absage bekommen haben. Am besten Sie lassen sich dies von der entsprechenden Praxis schriftlich geben.

Welche psychischen Störungen behandeln Sie?

Als approbierte Psychotherapeutin bin ich in der Behandlung aller psychischen Störungen bei Erwachsenen ausgebildet.

Eine Auflistung der anerkannten Störungsbilder finden Sie hier.

Allerdings biete ich ausschließlich ambulante Behandlungen an. Das bedeutet, dass Sie in Ihrem gewohnten Umfeld bleiben und wie in einer Arztpraxis lediglich zu den vereinbarten Terminen zu mir kommen.

Diese Form der Behandlung erfordert eine gewisse geistige und körperliche Stabilität, die nicht immer gegeben ist.

Schweregrad

Es gibt einige Krankheitszustände, in denen die Betroffenen mehr Schutz, Entlastung oder medizinische Versorgung benötigen, als dies in wöchentlichen Terminen in meiner Praxis zu leisten ist.

Insbesondere Menschen in akuten Psychosen mit einer veränderten Wahrnehmung und Verarbeitung der Realität (z.B. Halluzinationen) oder bei akuter Selbstmord- und/oder Verletzungsgefahr (von sich oder anderen), müssen zuerst eine Stabilisierung im Rahmen eines Klinikaufenthaltes und ggf. eine medikamentöse Einstellung erfolgen.

Wenn Sie sich in einer solchen akuten Krise befinden, sollten Sie sich zuerst an eine psychiatrische Klinik in Ihrer Nähe wenden (siehe auch „Im Notfall“) .

Für manche Störungsbilder gibt es auch spezialisierte Fachkliniken. Hinweise zur Suche nach einer geeigneten Klinik finden Sie zum Beispiel hier.

Suchterkrankungen

Unabhängig vom Schweregrad gibt es auch bestimmte Störungsbilder, bei denen ein Klinikaufenthalt im ersten Schritt zu bevorzugen ist. Dies gilt für viele Suchterkrankungen, da der angestrebte Entzug meist engmaschig überwacht und medizinisch begleitet werden muss. Eine Suchttherapie in meiner Praxis ist also im Regelfall nur als Nachbehandlung möglich.

Essstörungen

Essstörungen erfordern in der Regel am Anfang eine engmaschige Begleitung und Normalisierung des Essverhaltens. Daher brauchen Sie in diesem Fall zunächst eine tägliche Unterstützung bei den Mahlzeiten.

Dies ist mir jedoch ambulant nicht möglich.  Zudem brauchen Sie bei deutlichem Untergewicht oder häufigen Erbrechen ggf. auch eine engmaschige, medizinische Begleitung.

Daher kann ich auch die Behandlung von Essstörungen im Regelfall nur im Anschluss an eine stationäre Therapie übernehmen, wenn eine ausreichende Stabilisierung von Gewicht und Gesundheit erreicht bereits ist.

Wie entscheide ich, ob ich die Voraussetzungen für eine ambulante Therapie erfülle?

Trotz der oben genannten Hinweise ist es manchmal schwierig, selbst zu entscheiden, ob eine ambulante Therapie noch ausreichend ist oder Sie sich besser an eine Klinik wenden. Wenn Sie unsicher sind, können wir das gerne in einem Erstgespräch besprechen.

Aufgrund der langen Wartezeiten ist es oft ohnehin sinnvoll, die ambulante Nachsorge schon vor dem Klinikaufenthalt zu planen.

Zuletzt aktualisiert am 19.10.2019